Geschichte

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Stadtarchiv Fürth/Fürther Brauereien

 

1709 – Erste Erwähnung einer Brauerei in der Gartenstraße in Fürth am 11. April 1709, die spätere Grüner Brauerei.

1816 – Die Brauerei geht in den Besitz von Martin Reuter über. Früher war sie im Besitz eines Mitgliedes der Familie Humbser.

1860 – Am 3. Mai 1860 erwarb der spätere Magistralrat (1879-1884) Georg Heinrich Grüner gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Georg und Johann Heinrich Grüner, die aus einer Altdorfer Brauereifamilie (Paul Grüner) stammten, die Brauerei in der Gartenstraße von den damaligen Besitzern Selig und Fischer.

1863 – Nach Übernahme des Betriebes begann Johann Grüner mit großzügigen Umbauarbeiten. Es erfolgte eine Neueinrichtung des Betriebes mit Mälzerei, Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, Maschinen- und Kühlhaus.

1866 – Im Frühjahr kam es zum Einsturz des kurz vor der Vollendung stehenden neuen Lagerkellers unterhalb der Brauerei in der Gartenstraße. Danach wurde außerhalb der Stadt eine neue Kelleranlage an der Robert-Koch-Straße angelegt. Gleichzeitig entstand auf dem Gelände der gleichnamige und großzügig angelegte Grüner Park.

Bild: Geschichte1872 – Fertigstellung des neuen Grüner Felsenkellers in der Robert-Koch-Straße. Bauzeit 1866 – 1872.

1877 - Ein Großbrand in der Brauerei verursachte massive Schäden.

1890 - Bis zu dieser Zeit vollzog sich in den großen Brauereien eine technische Umstellung auf Linde’sche Kälteerzeugungsmaschinen.

1896 – Umwandlung der Grüner Brauerei in eine Aktiengesellschaft.

1920 – Nach der Inflation befand sich die Grüner Bräu AG wieder im Aufschwung.

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1936 – Fusion mit der Brauerei Zirndorf. Im Jahr 1935 wurden bereits 74 Prozent der Aktien erworben. Im Fusionsvertrag wurde vereinbart, dass der Name „Zirndorfer“ nicht liquidiert wird, sondern erhalten bleibt.

1940 – Übernahme der Eisfabrik Fürsattel. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Übernahme der Henninger Reifbräu Erlangen durch die Grüner AG.

1945 – Kurzzeitig wurde die Grüner Brauerei von den US-Alliierten zur Heeresbrauerei benannt. Sie durfte ab diesem Zeitpunkt lediglich die US Armee beliefern. Die Zivilbevölkerung wurde über die Zirndorfer Brauerei versorgt.

1969 - Einstieg der Schickedanz-Gruppe mit 25 Prozent bei der Grüner Bräu AG.

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1972 – Vollständige Fusion mit der Schickedanz-Gruppe (Patrizier AG). Bis zu diesem Zeitpunkt lief die Brauerei als selbstständiger Betrieb weiter.

1977 – Einstellung des Braubetriebes. Nutzung der Hauptgebäude zwischen Garten- und Rosenstraße nur noch als Lager. Später wurden die Brauereigebäude zu Wohnräumen umgebaut.

2011- Im September lässt die Tucher Traditionsbrauerei die Grüner Bräu wieder aufleben. In Gedenken an die lange Tradition der Kultmarke feiert Tucher das Comeback in dem ehemaligen Bierkeller von Grüner. Noch heute wird das süffige Vollbier ganz im Geiste der guten alten Zeit gebraut und erinnert an die große Fürther Bierkultur im 19. und 20. Jahrhundert.

2014 - Nach dreimonatiger Umbauphase öffnet am 2. September das "Grüner Brauhaus" in der Comödie Fürth in der Theresienstraße. Damit hat das Fürther Kult-Bier drei Jahre nach dessen Wiederauferstehung endlich eine eigene Heimat. Extra für das "Grüner Brauhaus" wird die neue Sorte "Grüner Naturtrüb" eingebraut und ausgeschenkt.

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Am 2.09.2014 eröffnete das Grüner Brauhaus mit dem Wirt Michael Urban um an die alte Grüner
Wirtshaustratition anzuknüpfen. Als besonderheit wird im Grüner Brauhaus exklusiv das Grüner-Naturtrüb "Grüner Kellerbier" ausgeschenkt.